Was tun wir in diesem Projekt?

Wie letztes Mal versprochen, gibt es in diesem Beitrag einen Einblick in das gemeinsame Forschen im Projekt. Wie halten wir das Spracherleben überhaupt gemeinsam fest? Und wozu eigentlich?

In Gesprächen mit Schüler*innen und Lehrer*innen im Sprachunterricht, stellte ich fest, dass viele ähnliche Fragen und Themen rund um Sprache haben. Diese Themen drehen sich aber nicht bloß um Strategien zum Lernen – nein, die Fragen und Erlebnisse gehen oft viel tiefer. Sie drehen sich um Erfahrungen von Verstehen und Nicht-Verstehen, Erfolg, Zugehörigkeit, oder auch Freude daran sich selbst in einer neuen Sprache neu zu entdecken. So sagte zum Beispiel Haias*: „Wenn ich Englisch spreche, bin ich ein viel mutigerer Mensch.“ Oder Theresa* erzählte davon, dass sie in ihrer Erstsprache Deutsch ganz viele verschiedene Deutsch spricht – je nachdem, mit wem sie redet.

Die beiden Beispiele zeigen, wie verschiedene Sprachen und Situationen verschiedene Bedeutungen für ihre Sprecher*innen haben. Wenn Verstehen aber damit zu tun hat, dass wir Sprache(n) teilen, also „die gleiche“ , – wie kommen wir dann bei all der Vielfalt überhaupt zusammen?

So machte ich mich mit einer Gruppe von Menschen, die im Kontext von Migration in Österreich Sprachen lernen oder unterrichten, auf, um diese Themen und Fragen zu sammeln und eine oder zwei tiefer zu bearbeiten – das heißt, darüber zu philosophieren. Dabei verwendeten wir nicht nur Sprache, sondern auch Bilder, Zeichnungen, und sogar ein bisschen Knetmasse um unsere Erlebnisse darzustellen. Gemeinsam gingen wir dann den Fragen nach, die sich aus den Geschichten ergeben.

Auf den Bildern, siehst du Theresa’s Skulptur zum Deutschunterricht, der für sie Freude und Begegnung mit dem Anderen bedeutet. Und daneben, unser gemeinsames Vorstellungsportrait, in dem sich alle Teinehmer*innen mit einem Wort, das ihnen besonders gut gefällt eintrugen und vorstellten. Mein Wort war „plunge“, aus dem Englischen, das mir einfach gefällt, weil es einen so interessanten Klang hat. Weitere Wörter der Teilnehmer*innen waren ديمقراطية (Demokratie), Meer, Liebe, usw.

photo by Sandra Radinger
photo by Sandra Radinger

Wenn du Lust, hast, stelle doch eines deiner Lieblingswörter in den Kommentaren vor und
sag uns, was du damit verbindest!


Im nächsten Eintrag gibt es dann den Link zur Umfrage (Melde dich hier für den Newsletter an, damit du sie nicht verpasst!). Außerdem stellt sich Eva Pecolt als Mitarbeiterin im Projekt vor. Sie wird mich bzw. uns von September bis Dezember unterstützen.

Bis dorthin, herzlichen Dank für’s Lesen! Ich freue mich darauf, dich bei deiner Teilnahme kennenzulernen!

Auf bald,

Sandra

*Pseudonym

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